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PE Kölner Westen

Christi Auferstehung Christi Auferstehung

Christi Auferstehung – Köln

In landschaftlich schönster Lage der Stadt Köln liegt am Ende des von Kastanienbäumen flankierten Aachener Weihers die katholische Kirche Christi Auferstehung. Umschreitet man das in Sichtbeton und roten Klinkern gebaute Gotteshaus, so stellt es sich dem Auge des Betrachters dar als eine Gottesburg in Gestalt eines Weinbergs, der von allen Seiten terrassenförmig aufsteigt – mit dem höchsten Punkt über dem Altar. Der Glockenturm (24 m) gleicht einem oben abgeschnittenen Weinstock, gekrönt von dem vergoldeten Hahn, Symbol der Wachsamkeit.
Die Wendeltreppe (101 Stufen) ist wie eine Weinranke, die sich am Weinstock emporrankt.
Über acht Stufen gelangt man zu den Portalen der Kirche, von denen jeder Flügel in Eisenguss eine Tonne wiegt. Das linke Portal ziert eine Lanze, die von einer Hand gehalten wird; das bedeutet „Wächter am Grabe Christi“. Durch das Atrium und eine Tür aus Panzerglas betritt man den Innenraum. Alles ist asymmetrisch. Tragende Betonsäulen, die sich wie Bäume nach oben verzweigen, werden schließlich zur Decke.

Sehr ansprechend auf die Besucher der Kirche wirken Material und Symbolik der Fenster.
Material: Stahlnägel, Messingstifte und rote Farbe sind zwischen zwei Scheiben aus Kunstharz von 15 mm Dicke bei hoher Temperatur aufeinander gebrannt.

Nordseite:
Über dem Eingangsbereich befindet sich das Fenster der Schöpfung. In Anlehnung an das Buch Genesis: „Gottes Geist schwebte über dem Wasser“ werden die Arche Noah, Sonne, Mond und Sterne dargestellt.

Südseite:
Bis auf den Boden reichend, das Fenster der Erlösung. Dort finden wir die Namen: Maria, Johannes XXIII. und Martin Luther King. In Anlehnung an den 2. Petrusbrief: „Ihr seid um einen kostbaren Preis erkauft, nicht mit Gold und Silber, sondern mit dem Blut des Sohnes Gottes“ lässt sich das reichliche Rot in diesem Fenster als das Blut Christi deuten – Kaufpreis der Erlösung.

Rückwand hinter dem Altar – Fenster der Auferstehung Christi:
Das oberste Feld zeigt die Gloriole des auferstandenen Christus und die Worte: „Er ist auferstanden …“
Darunter sehen wir das geöffnete Grab des Herrn, zu dem drei Frauen kommen, um ihn zu salben. Der Engel sagt zu ihnen: „Er ist nicht hier. Drum fürchtet euch nicht. Er ist auferstanden …“
Der rote Pfeil zeigt vom leeren Grab zum Kruzifix und will sagen: „Jesus, dein Heiland ist Sieger und lebt.“

Fenster Turmkapelle – Marienfenster:
Es zeigt einen Blumenstrauß zu Ehren der Muttergottes. Sie ist im vierten Feld von unten durch eine rote Rose dargestellt in Anlehnung an die Litanei, in der Maria „Rosa mystica“ – geheimnisvolle Rose – genannt wird.

Hoch über dem Altar das Kruzifix: eine holzgeschnitzte Arbeit aus dem 16. Jahrhundert, französischer Barock.

Der Altar, auf dem das Kreuzesopfer unter sakramentalen Zeichen gegenwärtig wird, auch „Tisch des Herrn“ genannt, ist zugleich Mittelpunkt der Danksagung, die in der Eucharistiefeier zur Vollendung kommt.

Auffällig in dieser Kirche ist, wie der Altar den Raum beherrscht. Er ist aus italienischer Lava gearbeitet. Ebenso der Ambo und die kleinen Kreuze unter den aus Ton gebrannten Apostelleuchtern, jeder mit einem anderen Kapitell.

Sakramentshaus aus Peperino, ein Stein vulkanischer Herkunft aus einem Steinbruch nahe Viterbo (Umbrien). Die Säule ist 6 m hoch, der Durchmesser, im Schnitt ein Vierpass, 90 cm breit. Diesem Sakramentshaus liegen Worte aus der Offenbarung, Kapitel 3, Vers 12 zugrunde: „Wer siegt, den werde ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird immer darin bleiben.“ Das Zeichen des Sieges ist das Kreuz. Das älteste Zeichen für das Kreuz ist das Taw, der letzte Buchstabe des hebräischen Alphabets. Das T, sichtbar am Ende der Säule, ist in der Offenbarung das Zeichen der zu Rettenden. „Wer siegt, der darf mit mir auf meinem Thron sitzen, wie auch ich gesiegt habe …“ (Offb. 3,21).

Es gilt das Wort, das einst der Prophet Elija vernahm: „Du hast noch einen weiten Weg“ (1 Kön 19,7) – wie die Stufen auf der Säule symbolisieren. Weiter dargestellt wird das himmlische Jerusalem: „Die Stadt war viereckig angelegt und ebenso lang wie breit … Die Stadt ist aus reinem Gold, wie aus reinem Glas …“

Den Abschluss der Säule bildet das Lamm, Christus symbolisierend: „Die Stadt braucht keine Sonne und keinen Mond, damit sie ihr leuchten, denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und ihre Leuchte ist das Lamm …“ (Offb. 21,23).

Tür Vorderseite:
„Ich bin die Wurzel und der Stamm Davids“ (Stern), „der strahlende Morgenstern“ (Bergkristall).
Der Geist (Taube) und die Braut hinter den Zweigen aber sagen: „Komm! Wer es hört, der rufe: Komm! Wer durstig ist, der komme. Wer will, empfange umsonst das Wasser des Lebens …“

Tür Rückseite:
„Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten, und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir.“ (Offb. 3,20)
„Draußen bleiben die Hunde …“ (Offb. 22,15).

Das Zeichen der Sternsinger:
19 + C + M + B + 84 gibt das Jahr an, in dem das Sakramentshaus errichtet wurde.

Das Taufbecken mit Blattornamenten und Engelsköpfen, Säulen und Sockel aus Drachenfelstrachyt, ähnlich dem Kölner Dom. Der Deckel und das Metallbecken wurden nachträglich gefertigt.

Die Orgel hat mechanische Spiel- und elektrische Registertraktur. Anzahl der Pfeifen: 1471 aus Zinn, 102 aus Holz, insgesamt 1573 Pfeifen.

Russische Ikone des wiederkehrenden Christus, Schule von Jaroslawl, 18. Jh.

Christus schaut den Gläubigen frontal an, die Rechte zum orthodoxen Segensgruß erhoben, in der Linken die Bibel haltend. Dem Christus Pantokrator (griech. = Allherrscher) wenden sich die Gottesmutter und Johannes der Täufer zu. Man spricht in diesem Fall von einer Deesis (griech. = Fürbitte). Die Komposition der Deesis wird um zahlreiche andere Heilige erweitert.

Die Kirche hat fünf Glocken, die den Heiligen Maria, Petrus, Josef, Ursula und Friedrich geweiht sind. Diese Bronzeglocken wurden von fünf Familien gestiftet. Glockenguss am 3.12.1968 in Gescher, Westf. Glockenweihe am 4.5.1969.

Im Atrium befindet sich seit ihrer Seligsprechung am 1. Mai 1987 in Köln eine Gedenkstätte. Die Beziehung der Gemeinde gerade zu dieser Heiligen unserer Zeit liegt darin, dass Edith Stein 1933 als Schwester Teresia Benedicta a Cruce in den Kölner Karmel, Dürener Str., eintrat.

Ende 1938 flieht sie in das holländische Kloster Echt. Dort wird Edith Stein verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Am 9.8.1942 wird sie in der Gaskammer ermordet. Edith Stein wurde am 11. Oktober 1998 in Rom heiliggesprochen.