Zum Inhalt springen

PE Kölner Westen

St. Nikolaus St. Nikolaus

Sankt Nikolaus

In Mitte von Sülz erhebt sich am Nikolausplatz 1a der neuromanische Kirchturm der Pfarrkirche St. Nikolaus. Ein unverkennbarer Blickfang im Stadtteil Köln-Sülz und mit seinem zentralen Kirchplatz ein beliebter Treffpunkt im Stadtteil.

Die heutige St.-Nikolaus-Kirche steht nach historischen Quellen an der Stelle, an der schon 1201 eine Nikolauskapelle bezeugt wird. Am 22. September 1907 legte Erzbischof Kardinal Antonius Fischer den Grundstein.

Nikolaus – so heißt der Namenspatron und Namenstag ist der 6. Dezember. Und Geburtstag hat die Kirche auch, am 6. Mai, an diesem Tag im Jahre 1909 wurde sie eingeweiht.

Besonderheiten in der Kirche

Mosaik

Wenn Sie vor dem Altar stehend das Apsismosaik betrachten, eingerichtet 1919, erkennen Sie drei Personen und ganz viele Engel. In der Mitte sitzt Christus als Allherrscher, als Pantokrator auf einem Wolkenthron, seine dargestellte Größe bemisst 4,5 Meter. Über ihm die Hand Gottesvaters, unter ihm der Heilige Geist. Maria, die Mutter Jesu, wird links dargestellt, Johannes der Täufer ist die rechte Figur.

Unter ihm - zwischen Gott und Mensch - zahlreiche Engel, also Boten Gottes, mit Harfe, Weihrauch und Posaune. Gewaltige Engel präsentieren sich als Gruppe zusammen mit den Erzengeln Michael und Gabriel. Auf dem Triumphbogen schließlich schweben Engel, die ihre Hände und Füße mit den Flügeln verhüllen.

Altar

Der Altar, der große Tisch in der Vierung, ist der Mittelpunkt der Eucharistiefeier, der Danksagung, der heiligen Messe. Auf diesem Tisch wird das „Geheimnis des Glaubens“ gefeiert, an die Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut von Jesus Christus. Der schlichte Marmorblock wurde 2015 aufgestellt und im gleichen Jahr am Nikolaustag eingeweiht.

Fenster

Bleiben Sie am Altar in der Vierung stehen und wenden Sie den Blick auf die Rundfenster, die ganz ohne Computer erdacht und handgemacht sind. Je nach Sonnenstand wird vor allem vom Südfenster die Kirchenwand mit einer bunten Lichtervielfalt bemalt.

Fussboden

Wenn Sie jetzt zurückblicken, bewundern Sie die Fußbodenkacheln, seit 1909 sind diese eindrucksvollen Kacheln in der Kirche verlegt.

Orgel

Und natürlich, noch ein Blick nach oben auf die Eingangsempore: Seit November 2009 ist hier ein Instrument installiert, das die Orgelbaufirma Mühleisen entworfen hat und dessen voller Klang fast jeder Orgelliteratur berauschend gerecht wird. Nicht nur in der Gemeindebegleitung, sondern auch durch angebotene Abendmusiken ein unersetzbarer Klangkörper.

Nikolaus

Dem können Sie jetzt begegnen in seiner Nische im linken Seitenschiff. Die Holzfigur stellt den segnenden Bischof dar, mit der linken Hand umgreift er das Evangelium, auf dem ein Fass steht, aus dem drei Jungen rauszukriechen versuchen. Die wollten der Legende nach in einem Gasthof übernachten und wurden von dem Wirt, der auch Metzger war, im Schlaf geschlachtet und dann in ein Pökelfass geschichtet. Ein Engel leitet den Nikolaus an, das Verbrechen aufzudecken und die Jungs mit Gottes Hilfe wieder zu beleben.

Ganz genau wissen wir gar nicht, ob der Heilige Nikolaus gelebt hat. Zugeschrieben wird ihm die Zeit zwischen 270 und 340 n. Chr., er war zuletzt Bischof von Myra, heute in der Südwesttürkei.