Gemeindefahrt nach Bosnien-Herzegowina vom 16.-22. September 26

Unsere Reise mit der Pastoralen Einheit Kölner Westen nach Bosnien und Herzegowina war eine Erfahrung, die sowohl in der Gruppe als auch bei jedem einzelnen noch lange nachklingen wird. Wir sind in eine Kultur eingetaucht, die uns in ihrer Vielfalt und Herzlichkeit tief beeindruckt hat.
Besonders berührend war die Auseinandersetzung mit der jüngeren Geschichte des Landes: Die Spuren des Kriegsgeschehens 1992-1995 waren live in der Stadt zu sehen, z.Bsp. Einschusslöcher an den Wänden der Häuser als auch die Rosen von Sarajewo auf dem Boden als Gedenkstätten an Granateneinschlägen mit Todesopfern. Sehr nah kamen wir mit den Ereignissen bei den Besuchen auf Friedhöfe und Ausstellungen in Berührung. Alles hat uns sehr nachdenklich gestimmt und wieder vor Augen geführt, wie sinnlos Krieg ist.
Den Gottesdienst in Sarajevo haben wir in St. Antonius (Franziskanerkirche) gefeiert mit anschließendem Gespräch mit den Patres. Einen wunderbaren Kontrast dazu bot die unberührte Natur. Niemals hätten wir gedacht, dass wir durch eine solch interessante Berg- und Schluchtenlandschaft fahren würden. Ein absolutes Highlight war der Besuch der Wasserfälle von Kravica, deren Anblick uns alle für einen Moment innehalten ließ.
Ein spiritueller Höhepunkt war der Besuch des Wallfahrtsortes Medjugorje. Dank der Mühen von Pfarrer Hünten konnten wir in der Andachtskapelle einen gemeinsamen Gottesdienst feiern. Dass an diesem Ort Menschen weltweit aus verschiedensten Nationen zusammenkamen, ließ uns an den Weltjugendtag erinnern. Diese gelebte Gemeinschaft in Gebet und Glauben zu erleben, hat uns tief bewegt und gezeigt, dass über Grenzen hinweg die Menschen im Gebet und Glauben Kraft finden.
In unserer Gruppe haben wir uns von Anfang an gut verstanden. Zu Beginn kannten sich nur wenige, jedoch sind wir durch die gemeinsamen Erlebnisse zu einer starken Gruppe in der Pastoralen Einheit gewachsen. Ein besonderer Dank gilt unserem Pastor: Es ist nicht selbstverständlich, solch tiefgründige und bereichernde Ziele für die Gemeindefahrt auszuwählen und zu organisieren.
Wir bedanken uns für diese wertvolle und bereichernde Zeit und die neuen Perspektiven, die wir gemeinsam gewinnen durften.
Es war natürlich phantastisch, dass die Sonne unser ständiger Wegbegleiter war. Die werden wir bei der nächsten Fahrt auf jeden Fall wieder ins Gepäck packen.
Wir erlebten eine wunderbare Landschaft, erlangten Wissen über eine eindrucksvolle Kultur und Geschichte eines Volkes, das vor wenigen Jahren noch Gewalt und Leid erfahren hat. Und so wünschen wir diesen Menschen von Bosnien und Herzegowina, dass sie weiter in eine gute Zukunft gehen können, dass ihr positiver Aufbruch stabil bleibt.